GEO-Checkliste 2026: 50 Prüfpunkte für KI-Sichtbarkeit
Kurzantwort
Die GEO-Checkliste umfasst 50 Prüfpunkte in 7 Gruppen: Zugang, Crawler, Inhalte, Belege, Marke, strukturierte Daten und Messung. Jeder Punkt nennt Werkzeug und Erfolgskriterium. Beginnen Sie mit den Gruppen 1 und 2, denn laut Google muss eine Seite indexiert und snippet-fähig sein, um in KI-Funktionen zu erscheinen. Eine Garantie für Nennungen gibt es nicht.
Stand: 8. November 2026Autor: Tolga SakLesezeit: 19 Minuten
GEO steht für Generative Engine Optimization: die Arbeit daran, dass KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity, Gemini oder Google AI Overviews Ihre Inhalte finden, verstehen und als Quelle nennen. Google ordnet das in seinem Leitfaden vom 15. Mai 2026 weiterhin als SEO ein (Search Engine Journal, 15.05.2026). Für andere Anbieter gilt diese Aussage nicht automatisch. Die Checkliste trennt deshalb Googles Voraussetzungen von den Zugängen der übrigen Systeme.
Sie ist eine Prüfliste, keine Strategie. Sie sagt Ihnen, was Sie nachsehen, womit Sie es prüfen und wann ein Punkt als erledigt gilt.
So nutzen Sie die Checkliste
Seitenliste festlegen
Wählen Sie die 5 bis 10 Seiten, die Interessenten zuerst sehen sollen: Startseite, Leistungsseiten und Ihre wichtigsten Wissensseiten. Prüfen Sie diese Seiten, nicht die ganze Domain auf einmal.
HOCH-Punkte zuerst abarbeiten
Gehen Sie die Gruppen in der Reihenfolge der Tabelle unten durch. Erledigen Sie in jeder Gruppe zuerst die Punkte mit der Priorität HOCH.
Mit dem Werkzeug prüfen und abhaken
Öffnen Sie das genannte Werkzeug, prüfen Sie den Punkt und haken Sie ihn erst ab, wenn das Erfolgskriterium erfüllt ist. Der Fortschritt wird in Ihrem Browser gespeichert.
Drucken und Wiedervorlage setzen
Speichern Sie die Liste mit dem Druck-Button als PDF, tragen Sie Verantwortliche ein und setzen Sie eine Wiedervorlage in drei Monaten.
Welche Gruppe zuerst?
Nicht alle 7 Gruppen sind gleich dringend. Diese Reihenfolge spart Zeit, weil frühe Blockaden spätere Arbeit wertlos machen.
Reihenfolge
Gruppe
Warum an dieser Stelle
1
1 Zugang und Indexierung
Voraussetzung für alles andere: Google verlangt, dass eine Seite indexiert und snippet-fähig ist. Ohne das helfen die übrigen Punkte nicht.
2
2 Crawler und robots.txt
Eine Zeile in der robots.txt oder eine Firewall-Regel kann ganze Anbieter ausschließen. Schnell prüfbar, großer Hebel.
3
3 Inhalte und Antwortformat
Hier entscheidet sich, ob ein System Ihre Aussage findet und übernehmen kann.
4
4 Belege und Autorität
Quellen, Zahlen und Autorenangaben machen Aussagen zitierfähig und im Berufsumfeld glaubwürdig.
5
6 Strukturierte Daten
Helfen beim Verstehen, ersetzen aber keine Inhalte. Sinnvoll erst, wenn die Gruppen 1 bis 4 stehen.
6
5 Entität und Marke
Wirkt über Monate. Früh anstoßen, aber nach den schnellen Hebeln bewerten.
7
7 Messung und Pflege
Das Prompt-Set (Punkt 7.4) vor allen Änderungen festlegen, damit Sie Veränderungen später belegen können. Der Rest folgt laufend.
Welche Belege stehen hinter den Punkten?
Die Punkte stützen sich auf Herstellerdokumentation und auf drei Untersuchungen. Alle drei sind Benchmarks oder Stichproben, überwiegend englischsprachig.
27,2Sichtbarkeitswert mit hinzugefügten Zitaten, gegenüber 19,3 im Ausgangswert (GEO-Benchmark)Aggarwal et al., KDD 2024
44,2 %der 18.012 untersuchten ChatGPT-Zitate stammen aus den ersten 30 % einer SeiteKevin Indig, Search Engine Land (Datum nicht genannt)
Für deutsche Steuerberater, Rechtsanwälte und Immobilienunternehmen liegt nach unserer Recherche keine belastbare Zitierstudie vor. Messen Sie deshalb selbst (Gruppe 7) und verlassen Sie sich nicht auf Durchschnittswerte aus anderen Märkten.
Wenig Zeit?
Der GEO-Check zeigt Ihnen in 12 Fragen und 2 Minuten, welche Hebel bei Ihnen offen sind. Danach wissen Sie, in welcher Gruppe die Liste für Sie beginnt.
Die 50 Prüfpunkte der GEO-Checkliste
Klicken Sie einen Punkt an, sobald das Erfolgskriterium erfüllt ist. Die Fortschrittsanzeige bleibt beim Scrollen sichtbar.
1 Zugang und Indexierung
2 Crawler und robots.txt
3 Inhalte und Antwortformat
4 Belege und Autorität
5 Entität und Marke (Erwähnungen, Profile, Verzeichnisse)
6 Strukturierte Daten
7 Messung und Pflege
Die 10 wichtigsten Punkte, wenn Sie nur eine Stunde haben
Diese zehn Punkte der Priorität HOCH sind schnell prüfbar und beseitigen die häufigsten Blockaden. Planen Sie die Zeiten als Richtwerte für eine kleine Website.
Punkt
Was
Minuten
Fertig, wenn
1.1
Kernseiten bei Google indexiert
6
Alle Kernseiten zeigen in der URL-Prüfung „URL ist bei Google“.
1.2
Kein noindex auf Wissensseiten
5
Header und Quelltext sind ohne noindex.
1.3
Seiten sind snippet-fähig
5
Kein nosnippet, kein kleines max-snippet.
2.1
robots.txt erreichbar und fehlerfrei
4
Status 200, keine Syntaxfehler.
2.3
OAI-SearchBot erlaubt
4
Keine Sperre in der robots.txt.
2.4
PerplexityBot erlaubt
4
Keine Sperre in der robots.txt.
2.7
Firewall und CDN sperren keine Suchbots
8
Test-Abrufe liefern Status 200.
3.1
Kurzantwort direkt unter der H1
10
Auf den wichtigsten Seiten steht eine Kurzantwort von 40 bis 70 Wörtern.
4.4
Autor mit Qualifikation sichtbar
6
Autorenbox und Autorenseite sind vorhanden.
5.2
Google-Unternehmensprofil vollständig
8
Alle Felder gefüllt, Angaben decken sich mit der Website.
Summe
60
Danach folgen die übrigen Punkte der Gruppen 3 bis 7 in der Reihenfolge der Tabelle oben. Weitere Hintergründe finden Sie im GEO-Leitfaden, zu den Bots auf der Seite KI-Crawler und robots.txt.
Nächster Schritt
Wo stehen Sie bei diesen 50 Punkten?
Der GEO-Check zeigt Ihnen in 12 Fragen und 2 Minuten, welche Hebel bei Ihnen offen sind. Das Ergebnis wird nur in Ihrem Browser berechnet.
Eine GEO-Checkliste ist eine Prüfliste, mit der Sie feststellen, ob KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity, Gemini und Google AI Overviews Ihre Website abrufen, verstehen und als Quelle nennen können. Diese Liste umfasst 50 Punkte in 7 Gruppen, jeweils mit Werkzeug und Erfolgskriterium.
Muss ich alle 50 Punkte erfüllen?
Nein. Beginnen Sie mit den Punkten der Priorität HOCH in den Gruppen 1 und 2, denn dort entscheidet sich, ob Ihre Seiten überhaupt abgerufen werden. Nicht jeder Punkt passt zu jeder Seite. Entscheidend ist, dass Sie jeden Punkt bewusst abhaken oder begründet streichen.
Garantiert die Checkliste Nennungen in ChatGPT oder Google?
Nein. Google schreibt in seiner Dokumentation vom 10. Dezember 2025, dass die Erfüllung der Voraussetzungen kein Crawling, Indexieren oder Ausspielen garantiert. Zudem schwanken KI-Antworten stark: In einer SparkToro-Analyse vom 30. Januar 2026 war dieselbe Markenliste in weniger als 1 % der Läufe identisch. Die Checkliste verbessert Ihre Voraussetzungen, nicht ein Ergebnis.
Brauche ich eine llms.txt?
Nach aktueller Quellenlage nicht. Google bezeichnet llms.txt in seinem Leitfaden vom 15. Mai 2026 als unnötig, und eine Analyse von SE Ranking mit rund 300.000 Domains fand keinen messbaren Zusammenhang mit der Zitierhäufigkeit. Die Datei steht deshalb nicht auf dieser Liste. Eine ausführliche Einordnung finden Sie auf der Seite zu llms.txt.
Welche Werkzeuge brauche ich für die Prüfung?
Search Console mit URL-Prüfung, Bing Webmaster Tools, Rich Results Test, Schema Markup Validator, PageSpeed Insights, GA4 und curl in der Kommandozeile. Für die Messung genügt zunächst eine Tabelle. Spezielle Tracking-Werkzeuge sind optional.
Wie oft sollte ich die Checkliste wiederholen?
Mindestens alle drei Monate und nach jedem Relaunch, Hosting-Wechsel oder Plugin-Update, das robots.txt, Sicherheitsregeln oder Markup berührt. Ihren Fortschritt speichert die Checkliste nur im Browser dieses Geräts. Drucken Sie die Liste als PDF, wenn Sie das Ergebnis dokumentieren möchten.